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11/30/2005

funghi jedenfalls nicht

ring
heilige scheiße. was habe ich mich erschrocken, als dieses zierliche, etwas blasse mädchen mit langen schwarzen haaren und pitschenass aus meinem fernseher geklettert ist. gefroren hat sie und gezittert am ganzen leibe. konnte sich nicht einmal mehr auf den beinen halten und ist mir auf allen vieren entgegen gerobbt. da bin ich schnell ins bad gerannt und habe ihr erstmal ein handtuch geholt. aber sie hat mir nur in den finger gebissen. jetzt hockt sie hier neben mir auf dem sofa und starrt mich an, sagt aber kein wort. ich habe keinen blassen schimmer, was sie von mir will. pizza funghi jedenfalls nicht.

11/29/2005

phodopus sungorus (20)

"hey, du. kleiner dsungarischer zwerghamster. was machst du da?" "ich verstecke mich." "nicht sehr gut, wie ich sehe. aber wieso willst du dich denn überhaupt verstecken?" "sie sind hier." "wer ist hier?" "die anderen." "welche anderen?" "weiß ich auch nicht. lost geht erst nächsten herbst weiter." (gewinner des phodopus sungorus jubiläums-contest ist: herr patrick - herzlichen glückwunsch. bedanken möchte ich mich bei allen, die mitgemacht haben. und auch der kleine pupser sagt danke. auf die nächsten zwanzig.)

... tot?! verdammt

"man sieht ihn um die kirche schleichen." "von wem redest du?" "seit einem jahr ist er allein." "ah, du meinst günther. ist das etwa schon ein ganzes jahr her, seitdem susanne ihn verlassen hat?! mein gott, wie die zeit vergeht." "die trauer nahm ihm alle sinne." "jo. das hat ihn damals ganz schön zugesetzt. aber ich dachte, er wäre mittlerweile drüber weg." "schläft jede nacht bei ihrem stein." "scheinbar ist er das nicht. aber wieso stein? was für ein stein? ein grabstein?! oh, nein. susi ist doch nicht etwa ... nein, ist sie ... tot?! verdammt, wieso hat mir das denn keiner gesagt? der arme günther."

11/28/2005

phodopus sungorus (spezial)

der hamster wird zwanzig. nie hätte er gedacht, dass er so alt wird. und auch ich hätte es nicht für möglich gehalten. normalerweise sterben die putzigen dinger ja, noch ehe man sich einen namen für sie ausgedacht hat. aber dieser zwerghamster ist etwas besonderes. und weil heute sein ehrentag ist, wollen wir ihm auch ganz herzlich gratulieren, laut "hurra" rufen und noch einmal zurückblicken, auf 19 wundervolle episoden aus dem ereignisreichen leben des phodopus songorus: phodopus sungorus (1), phodopus sungorus (2) phodopus sungorus (3), phodopus sungorus (4) phodopus sungorus (5), phodopus sungorus (6) phodopus sungorus (7), phodopus sungorus (8) phodopus sungorus (9), phodopus sungorus (10) phodopus sungorus (11), phodopus sungorus (12a) phodopus sungorus (12b), phodopus sungorus (13) phodopus sungorus (14), phodopus sungorus (15) phodopus sungorus (16), phodopus sungorus (17) phodopus sungorus (18), phodopus sungorus (19) ich hatte es bereits angedeutet, teil 20 soll etwas besonderes werden. daher dürfen sie - ja, genau sie - sich an der jubiläums-episode beteiligen und sich einen schönen schluss für den untenstehenden dialog ausdenken. der verfasser des tollsten endes darf sich dann eine ganze woche lang "phodopus sungorus" nennen. na, ist das nichts?! ich finde, das ist einiges. "hey, du. kleiner dsungarischer zwerghamster. was machst du da?" "ich verstecke mich." "nicht sehr gut, wie ich sehe. aber wieso willst du dich denn überhaupt verstecken?" "..." und jetzt sie.

11/27/2005

feen tragen stiefel (1)

nimmermehr es ist kein leben mehr in meinem leben, nie mehr. die ozeane waren ausgetrocknet und der regen hörte auf zu fallen. bitte weine nicht mehr, nimmermehr. kannst du es nicht sehen? höre der brise zu. flüster mir bitte zu. schicke mich nicht auf den weg nach nimmermehr. sogar die täler unten, wo die strahlen der sonne so warm und zart waren, haben jetzt nichts mehr zum wachsen. kannst du es nicht sehen? warum musstest du mich verlassen? warum führtest du mich in die irre? du hast mich auf den weg nach nimmermehr geschickt, als du sagtest, du liebst mich nicht mehr. nimmermehr. nimmermehr.

11/25/2005

willst'n fisch?

"hey, du. fettes ding." "hmm?!"
fettes ding"ja, genau. dich meine ich." "hmm." "willst'n fisch?" "hmmja." "dann hüpf mal."
fettes ding "hmmmmäh." "klappt wohl nicht?!" "hmm." "dann gibt's auch keinen fisch."

11/24/2005

herr molle - teil 7

es hatte gute zwei stunden gedauert, herrn molle in seiner silbernen rüstung mit hilfe eines flaschenzuges und viel mühe auf das stolze ross zu setzen. seine einwände, die rüstung würde seine bewegungsfreiheit doch stark einschränken, wurden von sibill mit einem kurzen aber harschen hinweis auf die prophezeiung abgewiesen. "ich befürchte, das pferd wird mich aber nicht tragen können", befürchtete herr molle. "ich bin in der rüstung viel zu schwer." du wärst auch ohne die rüstung viel zu schwer, vermutete der unsichtbare zwerg und lehnte sich gegen einen baum. herr molle versuchte, seinen kopf zu bewegen. "und der helm ist auch nicht gerade leicht." das stolze ross schnaufte unter dem gewicht und weigerte sich beharrlich, sich zu bewegen. es hätte sich auch gar nicht bewegen können. selbst wenn es gewollt hätte. "es ist sehr stolz, herr molle. ein stolzes ross", meinte sibill. "lauf, stolzes ross." sie gab dem pferd einen vorsichtigen klaps auf das hinterteil. es bewegte sich keinen millimeter. das stolze ross war froh, nicht unter dem enormen gewicht zusammenzubrechen. "gundulf. versuche, das pferd anzuschieben." ein schlaksiger mann mit viel zu langen armen stolperte herbei. seine hände schleiften dabei auf dem staubigen boden. "gundulf schon da." gundulfs braune zähne bewegten sich beim sprechen. sie baumelten an dünnen fäden. "gundulf wird stolzes pferd schieben." "ja, gundulf", sagte sibill. "und los." gundulf fasste dem stolzen ross an sein hinterteil und begann zu schieben. das ross bewegte sich keinen millimeter. dann drehte sich gundulf um, stemmte seinen rücken gegen das pferd und drückte mit all seiner kraft, wobei er sich vor anstrengung in die lippe biss. "oh, mift", meinte gundulf und spuckte. er hob seine braunen zähne vom boden auf, ohne sich dabei bücken zu müssen. seine arme waren lang genug. "was ist los", fragte herr molle, der ziemlich steif auf dem stolzen ross saß und sich nicht umdrehen konnte. er blickte stattdessen starr nach vorne. "gundulf hat seine zähne verloren", klärte sibill ihn auf. "und, herr molle ... vielleicht ist es doch besser, wenn wir ihnen eine andere rüstung besorgen." "und einen anderen helm, bitte." "ja, ja. den sollen sie auch bekommen. gundulf!?" gundulf blickte angestrengt nach unten und tastete mit seinem zeigefinger den innenraum seines mundes ab. plötzlich hellte sich seine miene auf. "da noch einer ift", freute er sich. gunduf begann laut zu lachen. "haha. ha." dann begann gundulf laut zu husten. er hatte sich an seinem letzten zahn verschluckt. "mift." es hatte mehrere versuche, zwei flaschenzüge und weitere drei stunden gebraucht, um herrn molle wieder von dem ross herunter zu bekommen. er bekam eine rüstung aus leichtem leder, worüber sibill zwar nicht wirklich glücklich war, schlussendlich aber doch eingesehen hatte, dass auch ein stolzes ross keinen herr molle mit silberner rüstung und dem gewicht eines elefanten tragen konnte. prophezeiung hin oder her. da herr molle mittlerweile wieder mächtig hunger hatte, wurde ihm ein weiteres tablett mit brathähnchen vorgesetzt, bevor er sich auf die reise zu den höhlen von airom machte, um dort den gar fürchterlichen garfunkel zu töten. neben herrn molle fuhr der unsichtbare zwerg auf einem unsichtbaren fahrrad mit rädern aus holz. diese waren ebenfalls unsichtbar. (fortsetzung folgt) teil 1, teil 2, teil 3, teil 4, teil 5, teil 6

11/23/2005

mandarinen vor dem verspeisen

"warum zur hölle hat mir keiner gesagt, dass ich mandarinen vor dem verspeisen schälen muss?" "das wusstest du nicht?" "nein, verdammt. ich dachte, ich könnte sie genau so essen wie bananen. oder kiwis. oder kokosnüsse." "das hast du nicht wirklich gedacht?" "doch. woher soll ich denn auch wissen, dass ich erst dieses eklige fruchtfleisch herauspulen muss, bevor die schale genießbar wird?" "oh mann, so etwas weiß man doch."

11/22/2005

ein spaten ist ein werkzeug

das sind der nils, der jochen und der ingo. die drei sehen aus wie critters. sind sie auch. das erkennt man an ihren stacheln. diese stacheln sind verdammt spitz und können von ihnen verschossen werden. wenn man von so einem stachel getroffen wird, dann tut das ganz schön weh.
critters
der nils, der jochen und der ingo, die sind im moment noch sehr klein und sehen auch ziemlich niedlich aus. in wirklichkeit aber sind sie überaus böse und gefährlich. denn critters haben immer hunger und wollen ständig fressen. am liebsten menschenfleisch. das dürfen sie aber nicht. denn wenn critters menschenfleisch fressen, dann wachsen sie verflucht schnell, vermehren sich wie die teufel und wollen nur noch mehr menschenfleisch. bevor das passiert, müssen der nils, der jochen und der ingo getötet werden. am besten mit einem spaten. ein spaten ist ein werkzeug zum lösen, umdrehen bzw. bewegen von boden. aber auch zum töten von kleinen aber saugefährlichen critters.

11/21/2005

einmal mehr den hosenstall

ich werde mir heute einen anzug kaufen. kaufen müssen, besser gesagt. denn am kommenden mittwoch/donnerstag findet der absolventen-kongress für fleißige studenten statt, bei dem ich mal vorbeischauen wollte. und dort tragen sie alle anzüge. bis auf die frauen natürlich. die tragen größtenteils das, was sie sonst auch so tragen. nun ist es nicht so, dass ich keine anzüge besitzen würde, schließlich war ich ja in einem meiner früheren leben nicht nur ein meerschweinchen, sondern auch schonmal ein bankkaufmann. ehrlich. so richtig mit anzug, krawatte, schmieriger frisur ... ja, so einer war ich. allerdings ist dies nun schon einige jahre her, und meine anzüge aus der damaligen zeit ... nun ja, sagen wir so: ich bin mehr geworden. nicht dicker, wohlgemerkt. einfach nur mehr. musste ich dieser tage feststellen, als ich eine meiner alten anzughosen anprobiert habe. in der hoffnung, dass diese mir noch einigermaßen passen und sich ein einkauf somit erübrigen würde. aber nein, nicht einmal mehr den hosenstall habe ich zubekommen. was einerseits sehr witzig aussah, andererseits aber auch irgendwie ... beängstigend ist. ist das denn normal, dass man kontinuierlich mehr wird? oder muss ich mir etwa sorgen machen?! jedenfalls werde ich mir heute einen anzug kaufen. kaufen müssen, besser gesagt. denn am kommenden mittwoch/donnerstag findet der absolventen-kongress für fleißige studenten statt, bei dem ich ...

11/19/2005

phodopus sungorus (19)

"hey, du. kleiner dsungarischer zwerghamster. was machst du da?" "ich gründe eine sekte." "oh, eine sekte. und wie heißt die sekte?" "wir nennen uns 'die hamster des blauen lichts'." "blaues licht, ja ... aber wer sind 'wir'?" "na, wir beide natürlich." "ich bin kein hamster." "das macht nichts. vor katpapa-dinar, dem großen hamster, sind wir alle gleich. zumindest wenn wir tot sind." "wir sind nicht tot." "ach so, ja. das habe ich vergessen, zu sagen. wir, die hamster des blauen lichts, werden morgen kollektiv-selbstmord begehen."

11/18/2005

nicht das schlechteste

ich bin thor, der gott des donners. oder auch donnergott genannt. aber gestern habe ich mit dem donnern aufgehört. das mache ich nicht mehr. donnern. habe irgendwie die lust verloren. ist ziemlich langweilig, auf die dauer. jetzt weiß ich natürlich nicht, ob ich mich überhaupt noch donnergott nennen darf. so rein rechtlich gesehen. wenn ich nicht mehr donner, bin ich ja eigentlich kein donnergott mehr!? oder reicht es schon aus, wenn ich donnern kann? theoretisch kann ich es ja noch. möchte es nur nicht mehr. ach, verdammt. wie soll ich mich denn auch sonst nennen? mal überlegen. ich spiele gerne fußball. gott des fußballs. das hört sich toll an, doch. oder gibt es schon einen fußballgott? mmh, ich glaube schon. oder?! eigentlich spiele ich ja auch gar nicht so gut fußball. mal scharf nachdenken, was mache ich denn sonst noch so. kochen, ja. kann ich. aber nicht sonderlich gut. und ich spiele gerne auf der ukulele. das kann ich besser. aber gott der ukulele hört sich irgendwie doof an. mmh. ich schlafe auch ganz gerne. und viel. heiliger bimbam. das isses. ich werde der gott des schlafes. ich könnte mich schnarch nennen. oder sandmännchen. nein, das ist albern. morgen werde ich auf jeden fall papa fragen, was er davon hält. obwohl, begeistert wird er nicht sein. ganz und gar nicht. vermutlich wird es dann wieder ordentlich watschen hageln. papa ist nämlich der gott des krieges. er hat fäuste wie lastwagen. und ich bin nicht wirklich flink. im gegenteil. zumindest bewege ich mich nicht schnell genug, um seinen schlägen auszuweichen. und wenn der einen erstmal mit seinen stahlbeton-fäusten getroffen hat, dann gute nacht. wer weiß, ob der gott des schlafes dann noch einmal aufwacht. wenn ich es mir recht überlege, dann ist donnergott zu sein auch nicht das schlechteste. und so langweilig ist donnern eigentlich auch gar nicht. schön laut ist es, wenn man es richtig macht. doch, ich denke, morgen werde ich wieder mit dem donnern anfangen.

11/17/2005

stunden weitergeschlummert

anstatt auf die "gib-mir-noch-fünf-minuten"-taste meines handy-weckers zu drücken, habe ich heute morgen auf die "verbinde-mich-mit-dem-i-net"-taste gedrückt und zwei stunden weitergeschlummert. na, wenn das heute nicht mein tag wird.

die von rebecca

"man nennt mich auch den busenmann, kommt, seht euch meinen busen an."
busenmann
etwa drei minuten nachdem robin (links im bild) den busenmann (vorne im bild) erblickt hatte, hat er seine freundin rebecca (links im bild, rechts neben robin) für den busenmann verlassen. obwohl rebecca rosa flipflops trägt. "seine hupen sind viel größer als die von rebecca", sagt robin heute. "und er ist sehr zärtlich." das müssen wir ihm wohl glauben.

11/16/2005

in meinem leben gewunken

die ruhe in meinem kopf ist wie die ruhe vor dem sturm. ich schließe die augen, und ich sehe es. ich öffne sie, und es ist da. der kampf hat begonnen. es gibt kein zurück. ich streife mir die orangefarbenen schwimmflügel über und richte meine badekappe. sie hat noppen. ein letztes lächeln. ein letztes foto. "haben sie angst?" "nein. ich habe meine glücksmurmeln dabei." blitzlichtgewitter. ich nicke in die kamera. dann richte ich meinen blick nach vorne, konzentriere mich. es ist kalt. verdammt kalt. gänsehaut. die haare auf meinen armen stehen aufrecht. die brustwarzen auch. es ist soweit. der bus hält direkt vor meiner nase. die türen gehen auf, und ich springe hinein. geschafft. wieder einmal. applaus dringt an meine ohren, während sich die türen lautlos schließen. menschenmassen winken mir zu, doch ich winke nicht zurück. ich habe noch nie in meinem leben gewunken. auch wenn es heißt "gewinkt".

das zauberwort vergessen

"ab ins archiv." "ach. herr sirdregan gibt jetzt hier die befehle, oder was?!" "finde den 23. artikel, den du geschrieben hast." "hohoho. seit wann wird sich hier geduzt, junger herr sirdregan?" "finde den 5. satz." "sie haben das zauberwort vergessen. aber gut. geben sie mir eine minute." eine halbe stunde später. "hier bin ich wieder. mit dem gewünschten satz, der da lautet: 'leider habe ich ihn zu spät bemerkt'. sind sie nun zufrieden, herr sirdregan?"

11/15/2005

wie kleine schneekönige

ich habe mich gefreut wie ein schneekönig bei zehn grad minus und in meinem freudentaumel bestimmt dreizehn purzelbäume hintereinander gemacht. dann ist mir davon allerdings fürchterlich schlecht geworden, und ich musste erst einmal eine kurze pause einlegen. aber als es mir wieder besser ging, da habe ich mich natürlich weiter gefreut. und zwar über folgendes: ich habe nicht nur das vom herrn patrick gestellte und zugegebenermaßen nur wenig schwere sauschwere bilderbrezel nummer fünf lösen können, sondern hatte dann auch noch die nötigen fight skills, um mich gegen meine beiden kontestanten, die zuvor ebenfalls die richtige lösung erraten gewusst hatten, durchzusetzen. jedenfalls sehen die spielregeln nun vor, dass der sieger - also ich - herrn patrick eine aufgabe stellen darf. und das mache ich. natürlich. sehr gerne. herr patrick, ölen sie ihre stimme. und lesen sie uns vor. eine geschichte. diese geschichte. nehmen sie es auf und stellen sie es uns zum freien download zur verfügung. lassen sie uns teilhaben an ihren erzählerischen fähigkeiten, die vermutlich noch völlig unbemerkt in ihnen schlummern und nur darauf warten, geweckt zu werden. bringen sie uns damit zum schmunzeln, zum lachen. und vielleicht, ja ... vielleicht sogar zum weinen. wir sind auf jeden fall gespannt und freuen uns sehr. wie kleine schneekönige. __________________________________________ edit: eines steht nun fest. herr patrick kann lesen wie kein zweiter. und als wäre es nichts, findet er dabei auch noch buchstaben, die gar nicht da sind, also fehlen. großartig.

11/14/2005

nahezu doppelt so groß

ich bitte sie. es ist montag morgen. was erwarten sie von mir an einem montag morgen? dass ich frisch gewaschen und top gestyled zum supermarkt an der ecke gehe, um mir dort meine leberwurst zu kaufen?! das mache ich doch lieber in meinem bequemen freizeitdress. und auf die lüsternen blicke der nur wenig hübschen fleischfachverkäuferin, deren grobschlächtige hände nahezu doppelt so groß sind wie die meinen, muss ich dadurch auch nicht verzichten.

11/13/2005

herr molle - teil 6

aus der heiligen schrift des drugandu-pu buch 7 - der auserwählte in strahlend silberner rüstung, mit einem helm aus teurem gold, so wird er reiten auf seinem stolzen rosse, zu den finstren höhlen von airom, wo er wird finden den schlafenden, gar fürchterlichen garfunkel. und er wird töten garfunkel, mit einem schwert aus hartem stahl, noch bevor dieser erwacht. noch bevor garfunkel wird töten können das leben und alles. der gar fürchterliche garfunkel ist so böse, so fürchterlich böse. so böse wie sonst gar niemand sonst. verdammt böse ist er, garfunkel. ihn wird er töten, der auserwählte. in strahlend silberner rüstung, mit einem helm aus teurem gold.
***
"ich soll ihn töten? während er schläft?" herr molle versuchte ein paar schritte zu gehen, schwankte aber nur unbeholfen auf der stelle. die rüstung hatte sein gewicht verdreifacht, strahlte aber silbern. "ist das nicht ein wenig ... unfair?!" "wenn der gar fürchterliche garfunkel erst einmal erwacht ist, dann ist es für uns alle zu spät." sibill blickte herrn molle ernst an. so ernst, wie noch nie jemand zuvor herrn molle angeblickt hatte. sie meinte es anscheinend ernst. "oh ja, herr molle. dann ist es zu spät", pflichtete tunja ihr bei. sie guckte vermutlich besorgt. vielleicht aber auch erfreut. so genau konnte man das nicht sagen. herr molle versuchte, seinen dicken kopf in einen helm aus gold zu zwängen. und endlich aufzuhören, zu schwanken. "aber woher wollen sie das wissen? wenn ich sie richtig verstanden habe, hat sich noch nie jemand die mühe gemacht, mit garfunkel zu reden." "weil garfunkel ihn auf der stelle töten würde." "aber er hat doch bisher noch niemanden getötet." "weil er schläft." "warum lassen wir ihn dann nicht einfach schlafen?!" "weil geschrieben steht, dass wenn garfunkel erwacht, töten er wird das leben und alles. er ist so böse, so fürchterlich böse. so böse wie sonst gar niemand sonst. verdammt böse ist er, garfunkel." "ja, so steht es geschrieben. aber das muss doch noch lange nicht heißen, dass er auch tatsächlich ..." "wollen ...", begann tunja zu schluchzen. "wollen sie uns nicht ... helfen?" tränen bildeten sich in ihren schielenden augen. "ich ... doch, natürlich. ich dachte nur, es würde vielleicht auch einen anderen weg geben." herr molle machte eine pause. "ohne töten." "sind sie etwa ein ... ein feigling, herr molle?" herr molle überlegte kurz. er konnte sich an keine situation aus den letzten vierzig jahren erinnern, die eindeutig belegen würde, dass er ein feigling war. bis auf ... "nein. ich denke, ich bin kein feigling." "dann töten sie den gar fürchterlichen garfunkel. töten sie ihn, herr molle." tunjas stimme wurde plötzlich lauter. "töten sie ihn." tunja verdrehte die augen, bis nur noch das weiß in ihnen zu sehen war, verzog ihr gesicht zu einer grauseligen grimasse und schrie mit dämonischer stimme: "töten sie ihn. ich will, dass sie ihn töten. töten sie ihn. für mich. hacken sie ihm die füße ab. bringen sie mir seine füße. ich will die fürchterlichen füße des gar fürchterlichen garfunkels. ich will seine füße. verspeisen. köstlich werden sie mir munden. harharhar." oh oh, dachte der unsichtbare zwerg. nun ist es also passiert. nicht, dass es ihn sonderlich überrascht hätte. eigentlich hatte er auch schon viel früher damit gerechnet. tunja schien einen bedeutenen teil ihres verstandes verloren zu haben. der unsichtbare zwerg versteckte sich vorsichtshalber wieder hinter dem vorhang. "tunja." sibill packte ihre schwester an den schultern. "beruhige dich doch. bitte, tunja. es wird alles gut." "alles wird guhut. harhu. billebillebu. hihi." weißer speichel floss ihr aus dem mund und tropfte auf sibills arm. "blblbäh." herr molle, der endlich aufgehört hatte, unter dem mörderischen gewicht der rüstung zu schwanken, versuchte, ein paar schritte zurück zu gehen. ohne erfolg. stattdessen begann er wieder zu schwanken. "verdammt", fluchte er leise. "tunja. so beruhige dich. herr molle wird dir die füße garfunkels bringen. werden sie doch, herr molle, nicht wahr?" "äh ... ja." herr molle wankte unkontrolliert vor und zurück. vor und zurück und vor und ... "oh oh", meinte herr molle. "ich befürchte, ich ... obacht." herr molle kippte. zwar unglaublich langsam, doch mit erbarmungsloser präzision. sibill drehte sich zu ihm um und machte im letzten moment einen flinken satz zur seite, während tunja nur wild lachte und ihren kopf in den nacken warf. dann wurde sie unter herrn molle begraben. "autsch", sagte der unsichtbare zwerg, der vorsichtig hinter dem vorhang hervorschaute. "autsch", sagte auch sibill, die ihr gesicht mitleidig verzog und ihre haare richtete. "tut mir leid", meinte herr molle und versuchte, sich von tunja runterzuwälzen. tunja sagte nichts. sie befand sich in diesem moment auf einer langen, langen reise durch das land der träume. (fortsetzung folgt) teil 1, teil 2, teil 3, teil 4, teil 5

11/11/2005

ich, als waschechter

ding dong. karneval steht vor der tür. und ich, als waschechter rheinländer, mache natürlich auf. "hallo, karneval. sag, wie geht es dir?" "alaaf." "das freut mich zu hören. warte einen kleinen moment, ich muss mir nur noch kurz mein kostüm überwerfen. und dann kann es auch schon losgehen." "alaaf." "ja, ich weiß. gib mir eine minute. bin gleich so weit." gut, dass meine verkleidung dieses jahr doch eher schlicht ausfällt.
mr. t

11/10/2005

von nun an lady lulu

seitdem mir frank den tennisball an den kopf geworfen hat, höre ich ständig diese seltsamen stimmen, die mir sagen, dass ich nur noch lederwäsche tragen soll. außerdem soll ich mich von nun an lady lulu nennen. was soll ich denn nur tun? ich würde mich viel lieber miss tabea nennen. oder maîtresse gabriela. aber doch nicht lady lulu. ich bin doch keine drittklassige domina aus heilbronn. verdammt. das zwicken und zwacken der lederwäsche treibt mich noch in den wahnsinn ...

11/09/2005

phodopus sungorus (18)

"hey, du. kleiner dsungarischer zwerghamster. was machst du da?" "ich sehe was, was du nicht siehst." "und das ist ...?" "schwarz." "mmh. das kann eigentlich nur mein t-shirt sein." "verdammt. das hat dir der teufel gesagt."

11/08/2005

keinen gv mit marc

ob ich eifersüchtig auf den marc bin, fragen sie? ob ich eifersüchtig auf den marc bin? warum zum heiligen klabauterhasen sollte ich eifersüchtig auf den marc sein? nur weil er der coolste typ bei uns im dorf ist, er mich beim minigolf schlägt, jedes verdammte mal, oder er ständig die geilsten schnecken abschleppt?! weil er besser tanzen kann als fred astaire und john travolta zusammen?! oder vielleicht, weil er ... weil er mir meine rita ausgespannt hat?! meine ... rita.
marc und rita
rita, wenn du das hier lesen solltest, bitte komm' zu mir zurück. marc spielt doch nur mit dir, siehst du das denn nicht? lies nur, was er auf seinem t-shirt stehen hat. aber zieh' es ihm bloß nicht aus. das will er nur. und bitte mache keinen gv mit ihm. auch wenn es dir vermutlich sehr viel spaß machen würde. bitte, rita. keinen gv mit marc. ich flehe dich an. rita ...

11/07/2005

gesunde essen

seitdem ich versuche, meinen körper dazu zu bringen, sich den tagesbedarf an vitaminen nicht nur aus fettigem essen und weißbrot zu ziehen, sondern auch aus den zahlreichen kiwis, pflaumen und äpfeln, die ich nun seit einiger zeit täglich verspeise, geht es mir verdauungstechnisch nicht wirklich gut. und da frage ich mich natürlich, wozu ich dieses "gesunde" zeugs überhaupt esse. ich sah vorher nicht krank aus und fühlte mich auch nicht so. von mangelerscheinungen keine spur. und auch erkältungen hatten immer nur die anderen. meist diejenigen, die ich immer äpfel, pflaumen und kiwis habe essen sehen. ob da ein zusammenhang besteht? ich vermute ja. auf jeden fall werde ich das gesunde essen wieder einstellen. nicht, dass ich sonst noch krank werde. oder gar pickel bekomme von den ganzen überflüssigen vitaminen. außerdem meint onkel rolf, dass obst dumm macht. onkel rolf muss es wissen. er hat sein leben lang obst gegessen.

11/05/2005

nur mit richtigen schuhen

"als ich das mädchen mit den latzhosen sah ..." "mensch, alter. hast du dich etwa wieder bei den geisteswissenschaftlern rumgetrieben?" "da war mir eines sofort klar." "frauen in latzhosen sind fürchterlich unattraktiv und/oder schwanger?!" "sie ist nicht so, wie die anderen sind." "tragen die da nicht alle diese komischen hosen?" "und wo sie ist, weht ein anderer wind." "ist das eigentlich absicht, dass sich alles reimt, was du sagst?" "ich mußte meine liebe teuer bezahlen." "hohoho. du verliebst dich in eine schwangere, latzhosentragende geisteswissenschaftlerin?!" "sie trat mir in den bauch mit ihren sandalen." "wenn sie es nicht getan hätte, hätte ich es getan. nur mit richtigen schuhen." "ich ging zu boden, sie war hart wie zement." "eine wuchtbrumme also. das wundert mich nicht." "selten war ein mädchen so konsequent." "das soll dir eine lehre sein, mein lieber. lass besser die finger von geisteswissenschaftlerinnen."

11/04/2005

wohl die gurken

cucumbernanü. da waren den desperativen hausfrauen wohl die gurken ausgegangen. oder wie erklären sie sich das?

11/03/2005

männer dieser welt

"alles gute zum weltmännertag, herr grob." "oh, danke. das ist aber nett von ihnen." (weitere glückwünsche nehme ich - auch stellvertretend für alle männer dieser welt - gerne entgegen. geschenke natürlich auch.)

lieber stehend

heute bin ich mit dem bus gefahren. in einem dieser neueren busse, kennen sie sicher. in denen man sich im hinteren teil des busses gegenüber sitzt, mit dem rücken zum fenster. damit man sich besser unterhalten oder beobachten kann, vermute ich. auf jeden fall waren in diesem teil des busses die einzigen noch freien plätze, und stehen wollte ich nicht. also habe ich mich dort hingesetzt. mir gegenüber saß eine frau mittleren alters mit verkniffenem gesicht und merkwürdigen schuhen. ich schaute an ihr vorbei aus dem fenster. nach einer kurzen weile wurde mir ziemlich schlecht. busfahren mit dem rücken zur fahrtrichtung ist für mich ja schon heikel. aber seitwärts fahren ... ich habe versucht, nicht mehr aus dem fenster zu schauen. stattdessen beschloss ich, einen punkt im bus zu fixieren. da stachen mir als erstes die komischen schuhe der mir gegenüber sitzenden frau ins auge. sie waren weiß, abgrundtief hässlich und hatten jeweils zwei riesige bömmel an ihren spitzen. ich starrte sie konzentriert an. das hätte ich nicht tun sollen. "gefallen ihnen meine schuhe nicht?" ich war mir erst nicht sicher, ob die frau mich meinte. also hob ich vorsichtig meinen kopf. die frau guckte mich an. sie meinte mich. "ich ... doch." "sie lügen", stellte sie blitzschnell fest. "ihnen gefallen meine schuhe nicht." "ich ... habe da keine meinung zu." "gerade sagten sie noch, dass ihnen meine schuhe gefallen." "ja, schon. irgendwie. sie sind sehr ... extravagant." die frau blickte mich giftig an, hob ihre spitze nase und sagte: "die schuhe sind von albano banano." ich kannte die marke nicht. "das ist eine ... sehr gute marke." "wissen sie, wie teuer so schuhe sind?" ich schaute auf die riesigen bömmel. "den bömmeln nach zu urteilen ... ziemlich teuer", flutschte es aus mir raus, wobei ich mir ein grinsen verkneifen musste. ich fragte mich, ob die frau mit ironie zurechtkam. sie musterte mich. "sie scheinen ahnung von schuhen zu haben, junger mann." gut, sie war also ironieresistent. ich überlegte noch kurz, ob ich mich für den "jungen mann" bedanken sollte. da ich aber im vergleich zu ihr tatsächlich ein junger hüpfer war, bedankte ich mich nicht. "schuhe sind meine leidenschaft", log ich stattdessen. ich war froh, sie ein wenig besänftigt zu haben, und hoffte nur, dass sie nicht meine ausgelatschten, dreckigen und vermutlich auch ein wenig müffelnden sneaker bemerkte. dann fiel ihr blick auf meine sneaker. "dina d'allessandro?" "äh, nein ... nike." ich machte eine kurze pause. "nike ill nino." "nike ill nino", wiederholte die frau. "von dieser marke habe ich noch nie etwas gehört." ich glaubte ihr. "diese marke bekommt man in deutschland auch nicht zu kaufen." die frau nickte. sie betrachtete misstrauisch meine kaputten schuhe, die ich für fünfzig euro in irgendeinem sportladen gekauft hatte. für mich war es bereits zu spät: "panama. für diese schuhe bin ich extra nach panama geflogen." die mine der frau verfinsterte sich wieder. ich hatte es natürlich zu weit getrieben. "waren sie schonmal in panama? da gibt es schuhe, kann ich ihnen sagen ..." ich hatte das ungute gefühl, dass die von albanao banano vermutlich persönlich geformten bömmel mich gleich schwungvoll im gesicht treffen würden. aber wenigstens näherte sich der bus langsam meinem ziel. ich musste nur irgendwie ... "heiliger bimbam", rief ich. "haben sie das gesehen?" ich sprang aus meinem sitz und deutete mit meinem finger auf einen mann, der mit augenscheinlichem desinteresse aus dem fenster blickte und nun erschrocken meinen finger anstarrte. "was ...", fragte er kaum hörbar. die frau musterte den mann. sehr gut. "er hat über ihre schuhe gelacht." ich versuchte empört zu gucken. wenn es darauf ankommt, gelingt es mir sehr gut. "ich habe es genau gesehen." "stimmt das?" ihr blick durchbohrte den armen kerl, der schwitzend wie herr molle in seinem sitz versank. "nein", sagte dieser vorsichtig. "haben sie über meine schuhe gelacht", brüllte die frau dem immer kleiner werdenden mann ins gesicht. "nein ... ja. ich meine, nein." "diese schuhe sind von albano banano." "ich ...!?" was dann geschah, entzog sich leider meinem wahrnehmungsbereich. der bus hatte endlich meine zielstation erreicht, ich schnappte mir meinen rucksack und sprang geschickt auf die straße. beziehungsweise gegen den baum, der sich direkt vor der tür befand und keine anstalten machte, mir auszuweichen. die schmerzen hielten sich jedoch in grenzen, und so beschloss ich nur, das nächste mal die fahrt lieber stehend zu verbringen, sollten im vorderen teil des busses keine plätze mehr frei sein.

11/02/2005

peace, kleiner cooler junge

und ich habe immer gedacht, ich sei als kind cool gewesen. ich konnte wie kein zweiter auf bäume und garagen klettern, hatte verdammt schnelle füße und bin mit meinem skateboard oft und gerne die steilste brücke bei uns im dorf runtergedonnert (die zugegebenermaßen nicht wirklich steil war), ohne dabei vom brett zu fliegen. okay. ich möchte sie nicht anlügen: ich bin vom brett geflogen. sehr oft sogar. eigentlich jedes verfluchte mal. aber immerhin erst nach ein paar metern. ehrlich.
skater
wie dem auch sei. dieser kleine bursche hier auf dem bild, der ist wirklich cool. oder war es. jetzt ist er nämlich tot. vermute ich. zumindest, wenn er sein tollkühnes vorhaben tatsächlich durchgezogen hat. für diesen fall: rest in peace, kleiner cooler junge.

11/01/2005

die glühbirne seiner nachttischlampe

in einem meiner früheren leben war ich ein meerschweinchen. man nannte mich bert. das fand ich nicht gut, denn bert ist ein ziemlich blöder name. selbst für ein meerschweinchen. aber als meerschweinchen kann man sich seinen namen leider nicht aussuchen. das andere meerschweinchen, das zusammen mit mir in dem viel zu kleinen käfig hauste, die meiste zeit über schmutzige witze erzählte und dabei ständig röchelnd lachte, wurde von dem kleinen robin, unserem besitzer, ernie genannt. somit waren wir ernie und bert, was wir beide aber nur wenig originell fanden. ernie starb nach nur zwei wochen, weil der kleine robin "aus versehen", wie dieser später behauptete, auf ihn draufgesprungen war. von seinem bett aus. nachdem er den ahnungslosen ernie mit sekundenkleber auf dem teppich vor dem bett fixiert hatte. wenigstens hat robin von seinen eltern mächtig ärger bekommen. ein neuer teppich musste gekauft werden, weil teile von ernie für alle ewigkeit mit dem alten teppich verbunden waren. ernie wurde dann duch ein neues meerschweinchen ersetzt, ernie nr. zwei. den namen fand ich ziemlich geschmacklos. zudem passte er auch nicht, denn ernie nr. zwei war ein weibchen. ein überaus attraktives weibchen, wenn ich das so sagen darf, mit fell so weich wie velours. leider wollte sich ernie nr. zwei nicht von mir berühren lassen. ich habe sie aber trotzdem berührt. nachts, wenn sie schlief. und ich glaube, es hat ihr gefallen. nur eine woche, nachdem ernie gestorben war, nahm mich robin aus dem käfig, bestrich meine unterseite mit sekundenkleber und pappte mich anschließend an die glühbirne seiner nachttischlampe. mir war dabei ziemlich mulmig zumute. dann schaltete er die lampe ein, und ich begann langsam zu kokeln. ich muss ziemlich laut gequiekt haben und gestunken hat es wohl auch, denn ich sah robins eltern in das zimmer laufen, schimpfend, kurz bevor ich das bewusstsein verlor und starb. ich hoffe, ich werde nie wieder als meerschweinchen wiedergeboren.